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DAS GLÜCK KANN KEINE INSEL SEIN

14 Aug

Verrichte die letzten Dinge:

lösch‘ die Lichter,

hol‘ die Segel ein

und mach‘ die Leinen fest,

zahl‘ die Mannschaft aus,

denk‘ auch an den Lotsen

und den letzten Stein –

das Glück kann keine Insel sein.

 

Soviel weggebrannt und

umgerannt, niedergewalzt

von diesem schwarzen Sturm,

sowenig bewahrt und verwahrt,

die Ladung ging über Bord

mit den Ratten treibt sie dort

auf die Sandbank zu, ganz klein –

das Glück kann keine Insel sein.

 

Zurr‘ die Persenning fest,

und betrete den morschen Steg,

verabschiede dich vom Hafenmeister,

schau ihm in die Augen dabei,

lüge nicht, schenk ihm reinen Wein ein –

das Glück kann keine Insel sein.

 

Erst im Schwanken des Gangs

auf ungewohnt festem Boden

finden sie sich wieder:

Erkenntnis und Scham,

DU warst so schwer zu erlangen

und so leicht zu verlieren,

gehe schwer, doch hell und rein –

Glück kann keine Insel sein.

HALFSHADOW

28 Jul

laying in this yard of childhood

when all those words has good

meanings when all those days are

everthing – so nice so bright so far

 

stearing at this bench in sunlight

tumbling down those breaking fight

wispers of those tricky contents

running deep to bearly statements

 

leaving all those glimmer for nothing

falling up to change the being

nevermore to feel those windy

afternoon – nevermore to be happy?

ABENDLICHTER

22 Jul

Noch diese paar Jahre im Leuchten der Stadt,

bis du langsam darin verglühst.

Noch diese paar Zeiten im Schweben der Flucht,

bis niemand mehr nach dir sucht.

 

Mit Engeln und Teufeln noch ringen,

Unmögliches darf nicht liegen bleiben,

Schreien, Beten, Klagen, Singen,

dich selbst aus Paradies und Hölle vertreiben.

 

So soll es nicht gewesen sein, wie es nun ist.

Schatten der Zukunft im vergangenen Was,

Die Scherben des Lebens, die du schon vergisst,

verstehen immer noch keinen Spaß.

 

Deine Zeit ist nur gemietet, ganz matt,

du willst noch nicht still sein,

kein Mensch, der nichts mehr hat.

 

Und nichts wird wieder so kinderrein –

noch diese paar Jahre in kleinstiller Not,

kein Judas Ischariot.

DER DUFT DES MANTELS DES KUTSCHERS DES ABENDS (lonesome slamery)

21 Jul

Die Sterne über mir

funkeln so heiß.

Mein Blut

leckt deine Worte auf

wie Eis,

die Augen deinen Leib,

meine Nase deinen Schweiß.

Durch meine Kehle

rinnt dein Name

und will nicht

über die Zunge,

durch die Zähne

und Lippen

in die Welt.

 

Das kleinste Wir

versandet,

strandet,

und landet

nicht

am Ufer der Gier,

nur hier

im Zittern

meiner Hände.

Gegen die Wände

schlägt mein Kopf.

 

Ein Wort gesteht

und verweht

im letzten Rausch

der großen Toren,

wenn sie mit Getöse,

böse,

in die Schlösser fallen.

Auf die Haut der Gäule

die Striemen knallen,

die Schreie hallen

in rastloser Fäule

und vermahlen Nichts

zu wieder nichts.

 

Leg deine Hand

an die Zügel,

vergiss die Ebenen,

nimm da vorn die Hügel,

und pfeif auf die verfluchten Seelen.

Streich die wehenden Segel

ins Blau und Weiß

des nächstes Tages

und sing IHR zu:

komm wieder,

nimm mich mit,

bleib dort,

geh fort –

eins, zwei … eins, zwei, drei vier –

bleib hier.

BLAUE STUNDE

6 Jul

Langsam schließt der Tag die Tür
Und der Westen versinkt im Glühen
Purpurwolken über mir
Und in den Augen letztes Blühen

Im Fieber lag die Welt noch eben
Und jene feierten das Morden
Autoradioleben
Sind zu Grabesstille geworden

Zwischen Bäumen geht ein Wind
Und das Rauschen verweht ganz sacht
Irgendwoher lacht ein Kind
Das Morgen ist aus Träumen gemacht

Unsre Zeit ist Plus Minus Null
Und im Süden wird geschossen
Blutgetränkter Mull
Tränen werden nicht mehr vergossen

Östlich steht der Mond schon fahl
Die Straßen dunsten im Treiben
Unvergleichlich ein letztes Mal
Soll ich gehen oder bleiben