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WOLKEN IM KOPF

20 Jul

Es ist unglaublich, wo bestimmte Wolken zu finden sind.

Sie nisten auf den mattschimmernden Häuten der Frauen,

Versinken in duftenden Falten der Zeit und ein Kind

spielt mit ihnen und kann Sandburgen draus bauen.

 

Sie spiegeln sich gekräuselt auf den Wellen

Des Sees und der Meere der langen, großen Sommer,

Bedecken auch noch so kleine Himmel und quellen

In Gewittern als Kleid greller Blitze und ferner Donner.

 

Durch die Erinnerung schweben sie als herbstliche Nebel

Und manchmal tanzen sie wie geschärfte Bäusche

Durch das Land ‚Verlieren‘ und teilen als Säbel

Das längst Vergessene ohne Geräusche.

 

Wer sie sucht, wird sie nicht entdecken,

Man muss warten, bis sie sich zeigen,

Sie sich der Seele entgegen recken

Und flüstern, schreien und dann wieder schweigen.

 

Und gestern traf ich sie deinen Haaren,

Dein Atem wehte durch  Gesang

Zu mir,  ich wollte mit dir fahren

An den Träumen entlang.

 

Des Abschieds doppeltes Wort,

Ein letztes Mal ein zahmes Bellen.

Nirgends – heißt ein Zufluchtssort

Aus Wind und Duft und Wellen.

 

Reise gut und schnell und hoch,

Verlange vom Unmöglichen ein Stück,

Die Sehnsuchtsfragen bleiben noch,

Vielleicht kommst du zu mir zurück.

KATER THEATER UND DIE BEIDEN ANDEREN (cat’s slamery)

3 Jan

 

Ein kleiner, schwarzer Kater

mit Namen Theater

ging zur Nacht später

mit seinem Katerkumpel,

der hieß Peter,

auf die Jagd.

 

Und ganz ungefragt,

schloss sich ihnen dann

ein Katzenmädchen an,

die hieß Mariann.

 

Zusammen liefen sie um vier Ecken,

sich zu verstecken

und zu lauern,

doch zu ihrem Bedauern

gab’s nichts zu fangen,

so sehr sie auch bangten.

 

Mariann wurde müde vom Warten,

die Jungs sollten sie tragen

zurück in ihren Garten.

 

Peter und Theater,

die beiden kleinen Kater,

nahmen sie Huckepack,

das ging zick und zack.

 

Jetzt schlafen sie alle drei

unterm rote Rosenstrauch

die Schnauzen auf des anderen Bauch

und die Träume sind frei.