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HERZ WUNSCH

1 Aug

Manchmal wünscht man sich so sehr,

dass das Herz auch kotzen kann,

wie es die Augen machen,

heulen sie sich leer –

so dann und wann.

 

Wenn das Herz bricht, ist es still,

wie in einem Massengrab,

nicht mal der Wind kann pfeifen.

An Sehnsucht überfressen, will

es nicht mehr geben, was es gab.

 

Bis zum nächsten der Gelage

ist es nüchtern und bedacht.

Es schlägt mit großer Vorsicht,

doch am Ende der Tage

wird es wieder besoffen gemacht.

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WANN

30 Mrz

(insp. von Wohltemperiertes Klavier Fuge c-moll v. J.S.Bach)

WANN
hast du zum letzten Mal
etwas zum ersten Mal getan?

WANN
hast du zuletzt
die Sonne steigen sehen?

WANN
konntest du zum letzten Mal
lächelnd im Regen stehen?

WANN
hast du dann begonnen, damit aufzuhören?

WANN
wolltest du zuletzt
dich selbst?

WANN
wolltest du zuletzt dich erkennnen
und dich bei deinem Namen nennen?

WANN
hast du dann begonnen, damit aufzuhören?

WANN
hast du ES das letzte Mal gesagt
als sei es das erste Mal – ungefragt?

WANN
gabst du dir das letzte Mal
dein eigenes Leben zu leben?

WANN
hast du dann begonnen damit aufzuhören?

Und
WANN
fing  dann zum letzten Mal
die Liebe an?

SWEETEST OF THE SWEETEST NIGHTMARE

8 Mrz

(toccata & fuge in d-minor of J.S.Bach)

 

I’m only a ship of dreams

sails fullfilling with dirty wind

it’s feels like the sweetest sin

just dreams it’s seems

 

Sailing in my cloudy head

swimming in this secret oceans

touching waters of black & red

breathing & coughing dusty emotions

 

Somewhere in my sleep

sharks turning round & round

bring that upside down

to deep so deep in this crazy sleep

 

Assasination gave me candies

of rests to share

waves are not aible to die

to levels of low so high

 

Nevermore a wakeup call

nevermore a view of all

those rests to share

sweetest of the sweetest nightmare

KLEINER HEIMWEG

27 Dez

 

Aus Schneegestöber ist die Nacht,
so feucht der tote Klee
und aus vertrockneten Disteln gemacht,
dass ich immer schwerer geh.

In meinem krummen, müden Rücken
übt ein Alptraum seinen Schritt,
sein Atmen ist Entzücken,
wenn er mir an den Haaren zieht.

Kann weder aus noch weichen,
schlage Haken und auch Ösen.
Flehen soll den Himmel erreichen,
die Sterne, die guten und die bösen.

Wo die Wiese wird zum Wald,
das Dunkel zeltet, aufgebahrt,
erschüttert sein Tritt mein ‚Bald‘
legt mich in Gräber und verwahrt

die allzu schiefen, hohen Töne.
Mein Blut verliert die roten Farben,
die Träume zeugen 1000 Söhne,
und die Häute gezeichnet von Narben.

Das Dämmern wird zu meinem Licht,
in dem die Wünsche tanzen.
Augen, so wach und müde funkeln nicht,
sind Särge für ihre Lanzen.

Die Kniee geben nach so leicht,
die Tür zum Haus ist schon so nah.
Ich hab‘ sie nicht mehr erreicht
und doch bin ich hier, ich bin da.

(nach Toccata & Fuge in d-moll von J.S.Bach)

GEDULD (prayin‘ slamery)

23 Dez

sei ihr gast und lass dich nieder.
sie umfängt dich mit den armen,
spricht, flüstert, haucht immer wieder –
sie ist das große erbarmen.

lass sie zu dir kommen in stille,
sie gibt nur ohne zu nehmen.
ist es immer doch dein wille,
in stürmen sich an sie zu lehnen.

sie befreit dich von den lasten
und auch von ihrer schwester „un-„,
ihr sanfter atem lässt dich rasten
und endlich endlich weißt du nun:

in den laken schläfst du mit ihr ein,
von ewigkeit zu ewigkeit,
scheint es, wirst du so hoffend sein,
ganz ohne Zorn und ohne Neid.