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HALFSHADOW

28 Jul

laying in this yard of childhood

when all those words has good

meanings when all those days are

everthing – so nice so bright so far

 

stearing at this bench in sunlight

tumbling down those breaking fight

wispers of those tricky contents

running deep to bearly statements

 

leaving all those glimmer for nothing

falling up to change the being

nevermore to feel those windy

afternoon – nevermore to be happy?

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ABENDLICHTER

22 Jul

Noch diese paar Jahre im Leuchten der Stadt,

bis du langsam darin verglühst.

Noch diese paar Zeiten im Schweben der Flucht,

bis niemand mehr nach dir sucht.

 

Mit Engeln und Teufeln noch ringen,

Unmögliches darf nicht liegen bleiben,

Schreien, Beten, Klagen, Singen,

dich selbst aus Paradies und Hölle vertreiben.

 

So soll es nicht gewesen sein, wie es nun ist.

Schatten der Zukunft im vergangenen Was,

Die Scherben des Lebens, die du schon vergisst,

verstehen immer noch keinen Spaß.

 

Deine Zeit ist nur gemietet, ganz matt,

du willst noch nicht still sein,

kein Mensch, der nichts mehr hat.

 

Und nichts wird wieder so kinderrein –

noch diese paar Jahre in kleinstiller Not,

kein Judas Ischariot.

WOLKEN IM KOPF

20 Jul

Es ist unglaublich, wo bestimmte Wolken zu finden sind.

Sie nisten auf den mattschimmernden Häuten der Frauen,

Versinken in duftenden Falten der Zeit und ein Kind

spielt mit ihnen und kann Sandburgen draus bauen.

 

Sie spiegeln sich gekräuselt auf den Wellen

Des Sees und der Meere der langen, großen Sommer,

Bedecken auch noch so kleine Himmel und quellen

In Gewittern als Kleid greller Blitze und ferner Donner.

 

Durch die Erinnerung schweben sie als herbstliche Nebel

Und manchmal tanzen sie wie geschärfte Bäusche

Durch das Land ‚Verlieren‘ und teilen als Säbel

Das längst Vergessene ohne Geräusche.

 

Wer sie sucht, wird sie nicht entdecken,

Man muss warten, bis sie sich zeigen,

Sie sich der Seele entgegen recken

Und flüstern, schreien und dann wieder schweigen.

 

Und gestern traf ich sie deinen Haaren,

Dein Atem wehte durch  Gesang

Zu mir,  ich wollte mit dir fahren

An den Träumen entlang.

 

Des Abschieds doppeltes Wort,

Ein letztes Mal ein zahmes Bellen.

Nirgends – heißt ein Zufluchtssort

Aus Wind und Duft und Wellen.

 

Reise gut und schnell und hoch,

Verlange vom Unmöglichen ein Stück,

Die Sehnsuchtsfragen bleiben noch,

Vielleicht kommst du zu mir zurück.

BRANDENBURGER TOR

3 Jun

Neulich überfiel mich

eine krude Angst

als ich durch das Tor ging

auf die andere Seite

und wieder zurück

bei all dem Glück

dass die Deutschen hatten

wovon viele träumten

was sie ausmachen sollte:

Freiheit

nur wovon?

 

Ich dachte an Heine

(denk ich an Deutschland in der Nacht)

der hindurch gegangen war

wie der GröFaZ und sein Gesocks

(wahr gewordene Prophetie)

wie Walter Benjamin

(Ursprung des Deutschen Trauerspiels)

wie Honecker

(Den Sozialismus in seinem Lauf

hält weder Ochs noch Esel auf)

wie Birne Kohl

(blühende Landschaften)

und hörte wieder das Getöse

neuer Propheten mit Aluhütchen

(Metamorphosen)

die gerne sich Faschisten nennen lassen wollen

wenn es ihrem Frieden dient.

 

Ich dachte an mein Kind

das diese Brut aus braunem Schoß

noch länger ertragen und bekämpfen wird müssen

als ich es noch kann

unser aller Schuld.

 

Was haben wir versäumt

wenn  Nobelpreisträger den Frieden lassen werden wollen

der mich und meines gleichen

ins Meer zurücktreibt?

 

Hilft es

nicht mehr durch das Tor zu gehen?

Fart back (raging slamery)

22 Jul

Faulige Farben auf schimmligen Flecken verteilt,
verurteilt zum Gestank
und zum Dank
gibt es Besitz statt Liebe.

Wir gehören immer noch dem Sumpf,
werden gehalten so stumpf,
niemals scharf
und jeder darf
über und überspielen,
drüberschießen von Zielen
wenn es nur den Apperaten nützt.

Lasst uns mal schön weiter lügen mit den Lügen
weitermachen
in solchen schön hässlichen Existenzsachen,
wie es niemandem gefällt
(Welt regiert durch Geld),
und doch schreien alle (auf):
HURRA,
es leben Erich und die Angela.

Wir krümmen uns unter falben und gegenseitigen Schamesblicken,
der Bademeister spricht:
Hauptsache was zu ficken,
und wir haben immer noch nicht
das Kommando auf den Kommandobrücken,
schleppen uns an morschen Krücken
durch das Maschinendeck,
belächelt vom Banker
geht das Schiff
vor Anker
am Riff
… und die Stimmen der offiziellen Sprecher klingen nicht mal verkehrt,
wenn sie uns erzählen, dass man immer noch fährt!

Ich will nicht mehr auf den Tag warten,
an dem die Kette von selber reißt,
„blühender Garten Mensch“ vom Politiker, vom Hai der Finanzen, vom Magnaten des Öls und den Herren der Diamanten
zugescheißt,
zuviele Stricke um Hälse noch nicht gerissen,
ich schwöre, ab heute wird zurückgeschissen!

1987/2013

Was mal gefragt werden muss, lieber G.G.! (der Grass, der Günter)

7 Apr

Wo bleibt Dein Aufschrei jetzt, G.G.?

Liegt er vielleicht nur verborgen unterm letzten Schnee?

Kämpft er vielleicht nur noch mit dem Frost

aus dem ach so fernen Fernost?

 

Wo bleibt Deine ‚Lyrik‘ jetzt, G.G.?

Ist sie erschallt und schon zertreten von Kim Jongs kleinem Zeh?

Bist Du zum öffentlich-lyrischen Schämen schon zu taub,

die allerletzte Tinte im Tintenfass schon Staub?

 

Wo bleiben Deine Worte jetzt, G.G.?

Müsstest Du nicht heulen über den nuklearen Klee,

in einem haltlos ungereimten Gedichte?

Oder liest Du am Ende gar keine Zeitungsberichte?

 

Wann fängst Du wieder an zu geDichten, G.G.?

Wann schenkst Du uns wieder einen lyrischen Dreh,

um zu sagen, was gesagt werden muss,

jedes Wort ein Hammerschlag, ein treffsichrer Schuss?

Wann hören wir wieder was von Dir, G.G?

 

Ist Deine letzte Tinte wirklich schon verbraucht, G.G.?

wenn man in Syrien mordet und versteh‘

ich Dein Schweigen darüber richtig:

Dir ist das alles gar nicht so wichtig,

nobelpreistragender Antisemit G.G.!

 

Wir wollen Deine Ruhe nicht stören zwischen Luv und Lee, G.G.

Wahrscheinlich folgt bald Dein Beweis, dass sich die Erde verbiegt

und Nordkorea eigentlich in Israel liegt,

Syrien von Juden unterwandert ist

und Du somit der letzte Mohikaner bist.

WANN

30 Mrz

(insp. von Wohltemperiertes Klavier Fuge c-moll v. J.S.Bach)

WANN
hast du zum letzten Mal
etwas zum ersten Mal getan?

WANN
hast du zuletzt
die Sonne steigen sehen?

WANN
konntest du zum letzten Mal
lächelnd im Regen stehen?

WANN
hast du dann begonnen, damit aufzuhören?

WANN
wolltest du zuletzt
dich selbst?

WANN
wolltest du zuletzt dich erkennnen
und dich bei deinem Namen nennen?

WANN
hast du dann begonnen, damit aufzuhören?

WANN
hast du ES das letzte Mal gesagt
als sei es das erste Mal – ungefragt?

WANN
gabst du dir das letzte Mal
dein eigenes Leben zu leben?

WANN
hast du dann begonnen damit aufzuhören?

Und
WANN
fing  dann zum letzten Mal
die Liebe an?