Archive | August, 2015

RABEAS LAMENT

29 Aug

nacht für nacht versuche ich zu schreiben wie man spucken würde
mir die eiskaltsiedendheiße wahrheit aus dem leib zu schleudern

meine verfaulten lippen verbrennen jedes wort zu lügen
mein verschimmeltes herz stinkt zum himmel

tag für tag erschlägt mich der schlaf mit seinen träumen
traum für traum verlange ich nach den fratzen der weltweiten mörder

mensch für mensch stirbt zu meinen füssen
aber ich schunkle über kanten der vorortbahnhöfe auf herrenlose gleise

gib mir die peitsche – geliebter

SupermassivSchwarz

25 Aug

Kein Schritt weiter auf dem Boden der Tatsachen
Kein Gehäuse da das immer strahlt
Keine Schritte mehr in gestreiften Himmeln
Und keine Drachen mehr zu lenken im SupermassivSchwarz

Über den Nebeln der Tastaturtasten hängt Nebel
Vom Rauch ist der Gesang ganz verstummt
Durch Tage und Nächte weht weder Atem noch Lachen
Die Beine baumeln träge ins SupermassivSchwarz

Du hast das Brot gegessen ohne Reste
Bleiben vom Schlaf furchtbare Amateure
Die Wut treibt dir die Augen aus dem Hals
Falls du noch fragst im SupermassivSchwarz

Deiner Worte Politik vertickt den letzten Anstand
An die Meinungen aller anderen der Welt
Dein Blau explodiert beizeiten noch rechtzeitig
‚Baby, wenn wir alt sind’* zu einem SupermassivSchwarz

(*Buchtitel von Julia Engelmann)