TAGE IN HELLBLAU (konjunktivisch)

5 Apr

Verlörest du dich doch manchmal noch in die Falten der Erinnerung

an die Sekunden der unbeschreiblichen Stunden in den Wäldern?

Lägest du vielleicht (so wie ich) zwischen den Seiten der Bücher,

in denen die Worte sich reihten wie Berge am Horizont?


Kämest du (möglicherweise nur im Ahnen) noch immer an die Stege,

wo das Wasser wispernd nach uns rufen würde: Kühle mich mit deinem Herz?

Versenktest du dich hin und wieder in die Wolkenkissen über dir,

in denen wir die lichten Tage ohne Ewigkeit verträumten könnten?


Sähest du noch nach den Winden, die im Uferschilf schlummerten,

wärest du ab und zu noch ein Gast im Rauschen ferner Sommer?

Mein Atem hauchte gegen Zeit und verlöre allmählich den Zorn,


das ungeheuer große Dunkel würde ganz langsam ein kleines Grau.

Der Schatten deines Schattens verlöre sich im Spiegel des Spiegels

und über den Türen hingen also noch die großen Tage in Hellblau.

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