BLAUE PFERDE ROTE REHE GELBER HUND IM SCHNEE DER TIGER   (zu Franz Marc)

3 Apr

So stolz, die Rücken gestreckt und die Nüstern gebläht,

erkennen die Blauen Pferde das Leben, so spät

durchschleichen die Roten Rehe witternd den Wald,

über allen die Wolken und die Nacht schon sehr bald.


Auf einem Flecken von Schnee ein Gelber Hund,

den Kopf zum Schlaf gebettet, in Ruhe und

Gelassenheit wartend, verträumend der Tage Last,

dem Sommer entgegen in dieser kleinen Rast.


In Kuben gekauert, keine Himmel mehr sehend,

Der Tiger, seit Wochen fast nur noch flehend

um Erlösung aus dem Reigen von Fressen und Leben:

Du, Mensch, verzeih mir, ich hab mich ergeben.

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