Archiv | Januar, 2015

FR.agen fr.agen (Je suis FR.ance)

9 Jan

Worum geht es?

Warum waren die, die schrieben, dieses Mal nicht die, die blieben?

Macht dieser Glauben krank?

Liebt, wer liebt, auch die Liebe?

Ist Beleidigtsein auch profitabel?

Wer ist der ‚kleine Mann‘?

Kann man mit ‚Volkes Stimme‘ singen?

Kann man Mitleid lernen?

Ist, wer hasst, glücklicher?

Wer steckt dahinter?

Wieviel ist ein Schmerz wert oder ist er unbezahlbar?

Wer verwaltet den ‚Schlüssel des Glücks‘?

Warum bin ich ich und auch nicht?

Ist die Summe nur das Ergebnis aller Einzelteile?

Werden wir irgendwann genug haben?

Wo wohnt G’tt?

Kann man mit leuchtenden Beispielen dunkle Straßen erhellen?

Wer weiß, wo der Pfeffer wächst?

Was bleibt übrig?

Warum werden so viele von allen guten Geistern verlassen?

Wo findet man Ewigkeit?

Kann man nach seiner Geduld im Fundbüro fragen, wenn man sie verloren hat?

Denken alle, dass sie denken?

Was sagt man dazu?

Was tun?

Womit beginnen?

Hat das Leben schon angefangen, wenn es zu Ende geht?

Darum Fr.agen fr.agen?

Trauern wir in Schweigen

und verneigen

uns

vor ihnen,

indem wir ab jetzt

nicht mehr Schweigen.

neujahrsonett

2 Jan

die nebel haben sich gelichtet

fast ist das wetter wieder klar

der rest zieht weiter in ein nichts

das helle leichte ist und war


die instrumente sind gestimmt

und spielen auf dem horizont

über dem ein schwarzgebirge

in einer warmen sonne schwimmt


die wasser sind schon abgeflossen

zurückgewichen in die nacht

sind sie in worten der verzweiflung

und die nebel folgen diesen nach


verlang vom unmöglichen ein stück

bekommst das mögliche zurück

KINDERALPHABET DER TIERE

1 Jan

AALE und auch AFFEN

machen so manchem zu schaffen:

die Aale sind glitschig,

die Affen sind witzig.


BÄREN haben Riesentatzen

und sie können sehr laut schmatzen,

mit Honig im Gesicht –

das ist nämlich ihr Leibgericht.


CHAMÄLIONS sind wirklich schlau,

mal sind sie rot, mal sind sie blau,

ihre Zunge ist sehr lang,

niemand hört ihren Gesang.


DRACHEN spieen große Feuer,

allen war’n sie ungeheuer,

kein Märchen, sie sind hier gewesen,

willst du sie finden, musst du lesen.


ESEL und ENTEN schreien den ganzen Tag

die Esel „Ihh-Ahh“, die Enten „Naag-Naag“,

wer aber will, kann sie verstehen,

hör‘ gut hin und du wirst schon sehen.


FISCHE sind meistens ja ganz stumm,

manche halten sie für dumm,

doch sind sie klüger, als man denkt,

als Zierde werden sie oft verschenkt.


GEPARDEN tragen ein gepunktetes Fell,

sie sind stolz und unheimlich schnell,

haben sie Hunger, gehen sie jagen,

in den Nächten und an den Tagen.


HASEN hoppeln über Felder,

oftmals auch durch dunkle Wälder,

manche sind weiß, andere grau

und mümmeln Rüben in ihrem Bau.


IGEL sind nichts zum Fürchten,

ihre Stacheln sehen aus wie Bürsten,

sie schlafen den ganzen Winter –

Vater, Mutter und die Igelkinder.


JAGUARE verstecken sich gut

und sind immer auf der Hut,

manchmal liegen sie auch auf Bäumen

und machen nichts weiter als träumen.


KÄNGURUHS leben in Australien,

ihre Hiebe sind keine Lappalien,

im Beutel tragen sie die Jungen,

es wird nicht gelaufen, nur gesprungen.


LÖWEN haben immer Lust zu schlafen

und jeden werden sie bestrafen,

der den König neckt

oder, noch viel schlimmer, weckt.


MARABUS tragen einen schwarzen Frack

ihre Federn glänzen wie Lack,

scheint darauf die Sonne

ist’s für sie die größte Wonne.


NASHÖRNER lieben dann und wann

ein schönes Bad im warmen Schlamm,

ihr Horn ist stark und spitz

und hat auf der Nase den Sitz.


OTTER wollen nicht gern verreisen,

viel lieber graben sie mit leisen

Pfoten Höhlen in die Erde rein

für die Otterkinder, so soll’s sein.


PFERDE sind so elegant

die Hufe nennt man, wie lustig, „Hand“,

sie haben einen langen Schweif,

als Zebras sind sie jedoch gestreift.


QUALLEN können wie Feuer brennen,

fass sie nicht an, sonst musst du rennen,

viele sind gemacht wie aus wie Glas,

andere sehen aus wie Gras.


RENTIERE ziehen den Weihnachtsmannschlitten

manchmal werden sie auch geritten,

„Rudolf“ heißen sie meist,

ihre Nasen sind rot, die Bäuche weiß.


SCHMETTERLINGE flattern gerne mal im Bauch,

das kitzelt und Spaß macht es auch,

ihre Kinder sind erst Raupen

mit 1000 Füßen, das kann man kaum glauben.


TIGER lieben Streifen so sehr

und haben sich also daher

einen Anzug davon gemacht,

sind so fast unsichtbar bei Tag und Nacht.


UHUS schauen immer so streng,

ihre Augen sind scharf und ganz eng,

den Kopf können sie nach hinten drehen,

so kann ihnen nichts entgehen.


VIELFRASSE fressen gar nicht so viel,

vielmehr ist Spielen oft ihr Ziel,

aber sie können auch schreien

alleine, zu zweit oder zu dreien.


WÖLFE heulen nur in Rudeln

und fressen dabei keine Nudeln,

die Zähne wissen sie wohl zu benutzen

und müssen die noch nicht mal putzen.


Xenosauruse sind entfernt verwandt

mit Krustenechsen, das ist bekannt

und willst du sie mal besuchen,

musst du in Mexiko nach ihnen suchen.


YAKS haben aus Zotteln ein Fell,

das ist dunkel und nicht hell,

sie grunzen laut und breit,

das hört man schon kilometerweit.


ZIEGEN haben einen spitzen Bart

weiss und lang und ziehmlich zart,

sie geben Milch und müssen immer meckern

auf ihren Wiesen und den Äckern.