NOVEMBER

22 Nov

Unter meinem zugigen Fenster

weht es kühl herein –

Schritte,

Fetzen von Sätzen,

ab und zu Gebell –

auf meinem Schreibtisch,

der dort steht,

ist es schon nicht mehr hell.

Deine Worte liegen ausgebreitet vor mir,

zerknittert, verschmiert, verbogen

als hättest du sie eben

aus dem Schoß gezogen.

Sie sprechen die Sprache

der Messer im Wind unter Wasser,

eines Landes hinter dem Mond,

und ritzen meine Augen:

Blutiges Tränenzeug mit Rotz.

Ich habe alles hinausgebracht:

Lächeln, Musik, das Versprechen

und das VerSprechen.

Nichts mehr,

nur noch ein bisschen Lug und Trug

steht im Zimmer rum

und lässt sich nicht entsorgen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: