ICH BIN

17 Nov

… mein Feind und mein Freund zu gleichen Teilen

und ungleich schiebe ich Wellen vor mir her,

wie Monster in Häusern und Köpfen verweilen –

nur keine Eile mit Weile am Seile. So sehr

verlangt es mich Regen und Wind und Schnee

zu kosten, zu schlucken, zu fressen

und am Ende der Welt zu vergessen:

das Hetzen über den grünen Klee.

ICH BIN …

… die Einsamkeit im letzten Schluck Kaffee,

ich nehme den letzten Zug – an deiner Zigarette,

die mir im letzten Licht über dem See

den letzten Moment versaut,

die letzten Träume verbaut,

die letzten Illusionen raubt,

mir das letzte Mal eine runter haut,

mir die Augen aus den Höhlen klaubt

und meine Ohren ertaubt.

ICH BIN …

… nur zu weit ins Zuweit gekrochen,

bin da gelandet und versandet,

wo G’TT seine Schuhe verliert.

Hab kleine Verbrechen erbrochen,

wo die große Verbrecherin,

als Kannibalin regiert.

ICH BIN …

… kein Wohl, kein Wehe, kein Leid,

kein Lachen und bloß kein Neid,

jetzt ist es soweit,

kein Land, nicht mal ein Ort und keine Zeit,

immer und überall bereit,

kein Lied mehr, kein Psalm, kein Gar

und kein Nichts, nur war ich ein War,

im Leben mit Möglichkeit

zur Regenwahrscheinlichkeit,

bei 98° Fahrenheit.

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