MORGEN SONETT

6 Aug

Mit einem Knall zerschlägt der Morgen mächtig

mein Fenster, an meinen Lidern zieht das Licht,

die Haare stehen mir zu Berge, prächtig:

aufstehen, aufstehen oder nicht?

 

Mein Spiegelbild streckt mir lang die Zunge raus,

die Dusche kämpft gegen meine Gesänge,

von denen dröhnt jetzt das große morsche Haus

in ganzer Breite und in ganzer Länge.

 

Splitterfasernackte  und sturzverliebte

Gedanken schlagen heiter Purzelbäume,

übermütig pfeift der Kessel, zerstiebte

Tropfen tanzen durch kaffeeduftende Räume.

 

Das Frühstück ins fertig, Autos hupen nett,

am besten, ich geh danach wieder ins Bett.

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