ZWISCHENZEITLICH

28 Apr

Sich daran zu gewöhnen, fällt so schwer:

Das Warten auf den nächsten Hieb.

Jede Minute scheint so sehr,

als ob sie ewig bei mir blieb.

 

Über weniger als Nichts hängen die Gedanken.

Vor den Fenstern lauert das Vergnügen.

Schauer jagen über meine Flanken.

Bisweilen tut es gut, sich zu belügen.

 

Tag und Nacht verschwimmen zu Grau.

Im Garten stehen Brennnesseln.

Die Häute baden sich im Tau

der blutig roten Fesseln.

 

Die Tür fällt leise in das Schloss.

Das Leben bleibt davor.

Der Atem liegt schon blos

und verweht jetzt über nacktes Moor.

 

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