KLEINER HEIMWEG

30 Mrz

(quasi romantisch)

Aus Schlüsselblumen ist die Nacht,
(so feucht der satte Klee)
und aus verwunschnen Disteln gemacht,
dass ich immer schwerer geh.

In meinem krummen, müden Rücken
übt ein Alptraum seinen Schritt,
sein Atmen ist Entzücken,
wenn er mir an den Haaren zieht.

Ich kann ihm nicht ausweichen,
schlage Haken und auch Ösen.
Mein Flehen soll den Himmel erreichen,
die Sterne, die guten und die bösen.

Die Wiese wird zum Wald,
da zeltet das Dunkel, ist aufgebahrt,
erschüttern seine Tritte mein ‚Bald‘
legt mich in Gräber, verwahrt

die allzu schiefen, hohen Töne.
Mein Blut verliert die roten Farben,
die Träume zeugen 1000 Söhne,
die Häute gezeichnet von Narben.

Das Dämmern wird zu meinem Licht,
in dem die Wünsche tanzen.
Augen, so wach, so müde funkeln nicht,
sind Särge für ihre Lanzen.

Die Kniee geben nach so leicht,
die Tür zum Haus ist schon ganz nah.
Ich habe sie nicht mehr erreicht
und doch bin ich hier, ich bin da.

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