PHANTOMSCHMERZ

24 Mrz

Die Antwort ist das größte Unglück der Frage,

denn damit ist sie ausgelöscht für alle Tage –

keine Reste bleiben, die sich noch teilen ließen,

und keine Worte, die weiter hin zu Sätzen fließen.

 

Das Gehen wird zum Kriechen,

Sprechen zu Lallen mit Speicheltriefen.

Wer kann noch beißen ohne Zähne

und wer noch lieben ohne Seele?

 

Man glaubte durch Amputation an Heilung ,

an Linderung durch Schnitte in verbrannte Haut –

der Falle wie ein Tier entkommen, dass sich

die Pfote durchbeißt und hinkend flieht.

 

Die Skalpelle lagen längst steril bereit,

silbrig schimmernd, an einem Morgen vor der Zeit,

fand sich die Hand, die sie führen sollte

und nicht zögernd tat sie ihren Dienst, sie wollte.

 

Die Freiheit hat überlebend gewonnen.

Der Atem stößt in die kalte Luft.

Das Sehen ist so klar im Dunkeln

und die Witterung kommt wieder.

 

Nur der Schmerz hält sich am Ende

hartnäckig über die Zeit wie ein Phantom

und lässt sich nicht vertreiben,

der Stumpf pocht rüde gegen das Herz.

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