Archiv | Februar, 2013

HERZ ODE

23 Feb

es ist ein elefant dessen fußabdrücke zeichnen die seelen

es kennt den namen jedes einzelnen

und den des mondes

es kann lachen machen und quälen

es kann sonnen zünden

und sich davon stehlen

 

seine schläge schmerzen oder können klingen

es weiß zu klopfen zu brechen

und zu lauschen

es hat stimmen oden zu singen

es träumt von gestern

von denen die gingen

 

es ist das wahre auge (auch blind) und die farbe der farben

in denen es gemalt geschrieen

und geschrieben wird

es kennt das morgen seiner narben

es schmeichelt nicht jenen allen

die es es umwarben

 

es blutet durch jeden verband aus noch so schönem wort

in dem es bedichtet werden kann

und sich verlieren dann und wann

ja es kann fehlen an seinem ort

und es ist schuldig

an jedem mord

 

sein schlaf deckt alles in allem alles auf und zu

schafft kriege große frieden

und peinlichkeiten

es ist immer das ich und das du

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ODE AN DIE KATZE

17 Feb

Nur der vergleicht sich mit ihr,
dessen Fantasie nicht dafür ausreicht
zu wissen, was das bedeutet.
Nur der versucht sich ihr ungebeten zu nähern,
dessen Sinne stumpf sind
wie ausgediente Krallen.
Nur der dominiert die Stunde der Zusammenkunft,
dessen Geist so schwach ist,
wie das Lid am Morgen.

Sieh mit deinen eigenen Augen und du wirst erspüren,
wie majästetisch sie sich dir ergibt.
Lechze mit deinen eigenen Sinnen und du wirst im Spiegel
sehen,
wie ihr Stolz dich selbst eben damit erfüllt.
Sei bereit ihr Streichen um deine Beine nicht als Demut
zu begreifen,
sondern als Geschenk eines neuen Tages.

Richte dich neben ihr zu deiner Größe auf
Und du wirst ihr gerade in die Augen sehen können.
Bleib bei dir und zeige ihr deine Seele
Und du wirst die ihre erblicken.
Verlier dich nicht
Und du wirst sie nicht verlieren.

Nicht der Hund, der dir auf allen deinen Schritten, Deinen Tritten
nachfolgt
(er bettelt nur um Fressen und dein Bett),
nicht der Vogel, der in seinem Käfig für dich singt
(er klagt mit seinen Liedern nur um seine Freiheit),
nicht das Pferd, das deinem Ziehen am Zügel so willig folgt
(es schleudert damit nur seinen Instinkt nach Bewegung in die Welt),
sind es, die dich besonders machen – sie folgen, singen, laufen
morgen schon einem anderen Herrn.

Nurf die Katze vermag sich, dir zugehörig zu zeigen,
ohne dir zu gehören, so wie du nicht ihr gehörst.

Du wirst sehen, wie sie dann mit dieser einen Liebe zu dir kommt
Und diese Liebe schlägt sie dir zärtlich in deine Haut bis auf dein Blut.
Die Katze vollendet dich nicht, aber sie zeigt dir den Weg,
sie ist das Leben, wie es in dir ist, wenn du bereit bist, zu leben.
Sie sitzt auf deinem Schoß, liegt ganz dicht bei dir, umfängt dich
und schnurrt, denn:
du bist nicht ihr König – du bist du.

THE LONGING

16 Feb

I wanted to eat my head but my knife was blunt
Your dogs around me tearded my face
Your dreams swollod the hope of this hunt
To have a fingertip of grace

I wanted to kill my stone but my gun was down
Your tongue cuedet my skin of the eyes
Meanwhile your voice became brown
To leave your gullet blacked nice

I wanted to drink this mud, but your heart was closed
Your battleship crossed my reded tears
My longing burned my spittle that was rosed
To die in this halo of passion fears

ENGEL

7 Feb

Engel Kopie

JE NE PEUX PLUS

5 Feb

je suis une tempête de neige en été

et la célébration est terminée

je dois être survécu

trop épuisé plus de

il a perdu

il a perdu

 

je suis un paradoxe

et en même temps un oxymoron

comme un soleil noir

comme demain le soir

comme un romanze rationnel

et un grain de poussière universel

 

je ne peux plus

je suis perdu

je suis perdu

je ne peux plus

 

voilá – tu vois l’vais bien me

n’assurent pas ainsi te

immédiatement

je m’ouvre dans la fumée

si tu le veux

mais tu ne peux pas

supprimer le souvenir moi

pas à midi et pas le soir

 

je ne peux plus

je suis perdu

je suis perdu

je ne peux plus

UND SONST SO? (raging slamery)

3 Feb

ist noch was von interesse?

haben wir denn keine träume mehr?

ich meine, so wilde, so zarte – so leicht und schwer,

in den nächten und an den tagen

lernen zu lernen, es zu ertragen?

drehen sich die gedanken

nur noch in den schranken

von rechthaben und stürmen

von scheiße scheißen auf jeden

der anders denkt und türmen

sich ein paar ‚buhs‘ schon

zu immer neuen mauern

die wir betrauern?

und sonst so

ist was von interesse?

die nächste und oder hässliche fernsehfresse,

der nächste skandal

zwischen urheberrecht

und meinungsgeflecht?

denken wir manchmal

noch an was anderes

als nur uns durchzusetzen

und hetzen

dabei durch das leben,

das nur noch krieg ist

zwischen denen, die dumme Augsteins hofieren

und diesen, die auf jene schießen?

zwischen den börsenstieren

rund um die welt,

zwischen denen, die es haben – das geld

und jene, die ihre fäuste dagegen

an ihren herzen blutig klopfen?

zwischen diesen, die vom hohen moralischen ross

alltäglichen sexis-, rassis-, chauvinis-, materialis-,

antisemitis- und jedes anderen – mus‘

in granaten ihre macht der deutschen seele

auf jene feuern

auf der anderen seite der barrikade

und dabei beteuern

kein frieden ohne blockade?

und sonst so

ist noch was von interesses,

außer das muster der anordnung

von leckereien auf tellern,

der regen im winter,

nur noch das ‚davor‘

und nicht mehr das ‚dahinter‘,

nur noch die anzahl,

der nach oben gereckten daumen

für kryptische botschaften

wilder bilder,

für zahlen von wahlen,

für bloggermädchen

in den geistig kleinen städtchen,

die ihre fähnchen

versuchen auf wellen zu treiben,

zwischen eitel- und befindlichkeiten

und hoffen darauf zu großem geld zu reiten?

und sonst so

ist noch was von interesse?

außer

der nächste schnelle fick

im nächsten schnellen augenblick?

außer

die brechreizende, gute laune

der radioschwätzer am morgen?

außer

die feuchten furze der feuilletonfaune

aus dem after eingebildeter sorgen?

außer

die achselhaarnässe der realitystars

in dekorationen aus dschungel und szenebars?

und sonst so?