DER BETTLER

4 Jan

Der Abschied ist ein blinder Mann,

der zitternd seine Finger hebt,

allwissend, wie und wo und wann

nur noch das eine Ende lebt.

Der Lohn für seine Mühe ist

der Duft aus einem Nelkenstrauß,

die Träne, die man still vergießt,

verweht und Sehnsucht blutet aus.

Nun steht er bettelnd, schweigend, still,

wie ein verfluchtes, weises Kind,

warum ein Schmerz nur so beginnt,

dass er doch niemals enden will.

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