BERLINER LICHT (morning slamery)

4 Okt

Schnürende Strahlen verweben

die Luft

zu kleinen Perlen

durch das Geäst

der Bäume,

der Morgen lässt

den Duft

der Nacht verschweben

wie die Träume.

 

Gebrochen schleicht

das Heben der Helle

und erreicht

durch das Fenster zum Hof

meine geschlossenen Augen.

 

Kleinigkeiten tummeln

sich in den Zimmern

und bummeln

zwischen Streifen

aus Schatten und Sonne

und sprechen

versprechen

im Chor.

 

Schmale Gitter wandern

an den Wänden

zu den andern

Seiten von Händen,

bergab und bergauf

die Düfte aus Kaffee

und Aufstehschmerz

schimmern,

wimmern

wie Schnee

immer wieder

durch die halbgeschlossenen Lider.

 

Durst verwebt

sich mit einem Blinken

zur rechten und linken,

in das Laken

eingehüllt,

zerknüllt,

gestillt

das Knistern

hängt am Haken

im Finstern.

 

Draußen hebt

Berlin das Kleid

im Wind von U-Bahnschächten

und Müll weht

die krummen Beine hoch,

den Schatten tut es leid,

nicht doch, nicht noch,

der Bauch weit vorgewölbt,

die Brust gereckt,

organge,

violett

und grau

bellen die ersten Hunde

ins Himmelblau.

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