WIR (little unloved slamery)

17 Jun

ein sehr kleines ‚wir‘

fiel vom himmel

und die gesichter waren

die spiegel

unter dem siegel

der verschwigenheit

für die sehnsucht

des anderen, so weit

so gut, so schön.

 

das schweigen war die stimme,

die nicht bricht,

die dazwischen spricht

und die berührung 
ist

das wünschen, ohne zu überlegen

im Regen zu stehen,

nicht zu gehen,

sondern zu liegen,

zu fliegen

und immer noch nicht

ist da niemand, der spricht.

 

das laken war dünn

wie die lust,

sie zerreisst,

wenn man

nur kräftig zubeisst,

im augenblick war das brennen

der wimpernschlag der trommeln,

in der nacht war das atmen
 ein stück

von einem sehr kleinen glück,

die häute liebten sich sanft zurück,

die hände, die seelen, der blick.

 

und dann ist die stadt plötzlich da,

ganz nah,

die bahn fährt durch das zimmer,

das ‚wir‘ zerstiebt,

so ist es immer,

was sich liebte,

ist nicht mehr verliebt,

in den haaren kein schimmer

und das schweigen

sagt nichts mehr,

geht nicht mehr hin und her

nach all den jahren

nach den tagen ohne fragen:

wie geht es dir?

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